Maxtorgraben Nürnberg, Realisierungswettbewerb

Eine Anerkennung war unsere Arbeit dem Preisgericht wert, unser Entwurf für Studierendenwohnungen auf dem Grundstück Maxtorgraben 50-52 in Nürnberg, zwischen der Universität und der Stadtmauer.

Unsere Erläuterung zur Arbeit:
„Das Aufklappen einer zweibündigen Anlage zur Anlehnung der Gebäudelinien an das Grundstück formt einen Hof, der das typische öffentliche Herzstück größerer Gebäude in der Nürnberger Altstadt bildet. Diesem Konzept folgend sind die einzelnen Bauteile des Ensembles klimatisch eigenständige Häuser. Deren Erschließung ist als den Hof umlaufende, überdachte Laubengänge konzipiert. Das Ensemble ist so durchlässig und bietet einen durchgehenden Gemeinschaftsraum auf allen Ebenen, der sowohl der Erschließung wie auch der Zusammenkunft der Bewohnerinnen und Bewohner dient.
Maßstab, Körnung und Dichte der Anlage orientieren sich sowohl an der Wohnbebauung in der unmittelbaren Umgebung wie auch an der Blickbeziehung von außerhalb der Altstadt auf die Stadtmauer in Verbindung mit den aufgehenden Dachflächen der traufständigen Bebauungen.
Der Bestand fügt sich nicht in dieses System ein, bietet aber auch in seiner architektonischen Grundhaltung aus unserer Sicht keinen besonderen Wert, der die Giebelständigkeit und Position des bestehenden Hauses auf dem Grundstück rechtfertigen könnte. Daher haben wir entschieden, den Altbau nicht in dieses Konzept mit einzubeziehen.
Strukturell setzen wir auf eine Vielfalt der Wohnungstypen, konstruktiv auf Dauerhaftigkeit des Gebäudes mit wenigen Materialien und materialbezogener Monochromie, bis auf das Ziegeldach.
Wir sehen darin einen neuen Baustein im einstmals jahrhundertelang unbebauten Feld, einen Wohnort für Studierende, einen Aufenthaltsort für ihre Besucherinnen und Besucher.“

Ja, und so sehen wir das auch nach dem Verfahren.

> Maxtor Gesamtplan

Wohnen in der Ortsmitte

Nachverdichtung einer Ortsmitte Städtebaulicher Entwurf November 2014 Auftraggeber: Maiberg Wohnbau GmbH, Würzburg

Stadtvillen

Stadtvillen Bettelheimstraße in Nürnberg

Neubau von 3 Stadtvillen 2012-14

Die Planung zum Neubau der drei Stadtvillen im nordöstlichsten Quadranten von Nürnberg Langwasser, am Quartierseingang zum sogenannten Frankenquadrat, basiert auf einem zwischen wbg und dem Stadtplanungsamt der Stadt Nürnberg abgestimmten städtebaulichen Entwurf. Der Planungsansatz berücksichtigt Größe, Höhenentwicklung und Lage der Baukörper, geht aber einen typologisch eigenständigen Weg. Die Baukörper sollen zwischen dem öffentlichen Raum des Quartiers und dem privaten Raum der Eigentumswohnungen vermitteln, somit werden sie fast halbgeschossig über das Gelände angehoben, die Stellplätze werden wiederum halbgeschossig unter die Baukörper geschoben – eine Tiefgarage entfällt, die entstehenden Höfe bleiben für die Quartiersdurchwegung offen. Gleichzeitig erhält jede Wohnung ihre typische Ausprägung in Lage, Funktionalität und Ausrichtung. Die Wohnungen verdrehen sich geschossweise in Reaktion auf die städtebauliche Lage und das Zusammenspiel der Baukörper untereinander, ihre Freiräume sind im Wechsel nach Südwesten und Südosten ausgerichtet. Dies differiert wiederum mit der Ausrichtung des jeweils benachbarten Baukörpers, sodass sich keine ebenengleiche Überschneidung der privaten Freiräume ergibt.

Matratzen

Erweiterung Rummel Matratzen in Neustadt/ Aisch

Begrenzt offener Realisierungswettbewerb nach RPW 2011, Anerkennung

Auszug aus der Erläuterung: „Nach Osten zu erweitern, rummel matratzen einen neuen Auftritt in den öffentlichen Raum zu verschaffen, bedeutet für uns, die Gelegenheit zu nutzen, die inneren Prozesse mit neuen Qualitäten auszustatten. Daher erlauben wir uns, eine Umstrukturierung der Arbeitsprozesse und des Firmengeländes unter Beibehaltung des Gebäudebestands vorzuschlagen. … Wir setzen auf ein reduziertes, gestalterisch einfaches und doch hochwertiges Auftreten, auf ein Arrondieren des Betriebsgeländes und eine effiziente Restrukturierung der Fertigungsabläufe, von der Anlieferung der Rohware bis zur Auslieferung des fertigen Produkts. Im Sinne einer Fortsetzung des Erfolges von rummel matratzen.“

Lückenschluss

Archiv- & Depotgebäude „my place“ Selfstorage in Nürnberg

Neubau und Erweiterung 2007-2008

Geplant als gewerbliches Archiv- & Depotgebäude, steht das Bauwerk unter dem Druck der städtebaulichen Bedingungen und der Bedeutung der Kreuzungssituation in unmittelbarer Nähe zur Nürnberger Altstadt: sein Erscheinungsbild muss dem eines Museums und nicht jenem eines Lagergebäudes gleichen. Das Bauwerk soll zwischen einem Wiederaufbauzeugnis der einfachen Art und einem Gewerbebau aus dem Beginn des Industriezeitalters vermitteln. In der Verbindung von gewerblicher Funktion, industriellem Material und einer den städtebaulichen Leitlinien folgenden Form ist eine Bauskulptur entstehen, die das eklektizistische Kreuzungsbild stabilisiert. Perlbeiges Metall auf grünlichem Glas, urbane Fenster für die Stadt und Fläche für den Bauherrn – die Beurteilung, ob der Ansatz gelungen ist, bleibt jedem Betrachter vorbehalten. Wir meinen, es hat funktioniert.

Alt_Stadtwohnen Neu

Städtebauliche Nachverdichtung in der Solgerstraße, Nürnberg

Neubau eines Mehrfamilienwohnhauses 2005-2007

Zwischen Vorderhaus und Nachbar ergänzt der Neubau die innerstädtische Struktur. Die Umgebung respektierend fügt sich das Bauwerk unauffällig ein, folgt dem Verlauf der Nachbargebäude und reagiert mit Aus- und Einblicken auf die Öffnungen im Stadtgefüge. Die Wohnqualität ergibt sich aus diesen Blickbeziehungen, den fließenden Übergängen in den Grundrissen und der beidseitigen Orientierung aller Wohnungen, zum Innenhof wie auch zum Außenraum der Nachbargrundstücke.

 

 

Therapieraum

ÖPP-Verfahren Westdeutsches Protonentherapiezentrum in Essen

Neubau, Planung im ÖPP-Verfahren, Architekt 1-3

Das Leitthema des Entwurfs ist eine Verbindung des Kontinuums der ineinander übergehenden Funktionen mit den fließenden Übergängen zwischen der markanten gebauten Umgebung, den angrenzenden Landschaftsbereichen und dem Innenraum des Strahlentherapiezentrums. Abgesehen von den vielfältigen, oft technisch geprägten Anforderungen der modernen Therapieform ist das Hauptaugenmerk auf die Offenheit, Klarheit und den freundlichen Empfang sowohl der Patienten wie auch der Mitarbeiter gelegt worden, ohne die Intimität der Behandlungs- und Arbeitsbereiche aufzuheben. Ein Ort der Ruhe, hell und angenehm gestaltet, für Mitarbeiter wie auch Patienten und deren Begleitung.

(Ver)wandlung

Konversion des Gebäude G41 der ehem. O’Darby-Kaserne in Fürth (Bay.)

Realisierung 2003-2005

Ein beeindruckender Baukörper von 210 Metern Länge, dessen Horizontalität betont wird durch die Anordnung und Ausformung der durchlaufenden Vorhangfassade aus Balkonelementen im Süden und der gegliedert wird durch die Farbgestaltung, Zäsuren wie die zweigeschossigen Eingangsfugen im Norden und den Aufsatz von Neubauten als Penthäuser über die gesamte Länge. So entstand ein Gebäude neu, dessen Bestimmung nicht das Wohnen war, welches nun aber prägnant und stolz in seinem neuen Kleid der unvorhergesehenen Nutzung gerecht wird, diese sogar fördert und dazu ermutigt, dort zu leben – ein wirklich schöner Ort.

Hören sagen

Neubau Streetlife Tonstudios Fürth und Sanierung Schloss Steinach

Realisierung 2000 – 2002

Eine Verbindung zwischen Alt und Neu, im Binnenraum der Stadt. Ein Beispiel für eine Maßnahme, die zum Erhalt eines Denkmals unter Schaffung neuen Produktionsraums geführt hat.

Das Landschloss aus barocker Zeit haben wir ergänzt durch den Neubau eines Tonstudios auf den Flächen des ehemaligen Gartens. Im Neubau wird professionell Musik produziert und Schauspiel geprobt, Veranstaltungen können in geeignetem Rahmen durchgeführt werden. Im Schloss wird gewohnt, es erstrahlt, zu neuem Leben erweckt, in bescheidenem Glanz. Wir sind sachlich geblieben, möchten nicht stören…

Alle(s) unter einem Dach

Verwaltungsgebäude M+W Zander, Nürnberg

Aufstockung, Umbau und Erweiterung

Das Firmenprojekt ist die Zusammenlegung aller Mitarbeiter von M+W Zander Nürnberg unter einem Dach. Dies stellen wir in unserem Architekturprojekt mittels einer Zusammenfassung der Bestandsbauten entlang der Rollnerstraße durch einen ergänzenden Dachaufbau dar. Diese Neuordnung der baulichen Struktur von M+W Zander an der Rollnerstraße führt zu einer Wandlung des Verwaltungsstandortes, ohne das Bestehende zu zerstören.

Das Vorhaben wurde nach dem alternierenden Verfahren aufgrund von Strukturveränderungen beim Auftraggeber nicht realisiert.