Sterne, bald zum Greifen nah

Heute war es so weit: Der Allsky Dome von Baader Planetarium schwebte durch die oberfränkische Luft, um präzise auf dem Fundament zu landen. Der Bauort ist ungewöhnlich: Das Dach eines Hauses, das wir 2004 geplant und realisiert hatten, eine von vier Platten im steilen Hang, jede eine Art Baugrund für eine ganz eigene Nutzung. Jetzt hat auch die letzte Ebene ihr Programm: eine Sternwarte.

Das wäre nicht möglich gewesen ohne das beherzte und engagierte Zupacken außergewöhnlicher Firmen, allen voran Grieß-Bau aus Gräfenberg, Herrn Förtsch und seinen Leuten!

In den nächsten Monaten folgt die Erweiterung des Hauses und der Umbau zu Ferienwohnungen, ein Weiterbauen in der Sprache des Ortes, aber im Wechsel von Beton zu Holz – ein spannendes Unterfangen.

Und hier ein paar Eindrücke, die Fotos von unserer Bauherrin, der Film vom eigenen Smartphone…

An der Radrunde, Städtebaulicher Vorentwurf

In der Studie zum Areal „An der Radrunde“ in Worzeldorf bei Nürnberg haben wir die Nachverdichtung des Ortsrandes untersucht. Der Feldstreifen soll mit Wohnungen gefüllt werden, der Ortsteil Worzeldorfs rückt so dem westlich benachbarten Ortsteilrand wohl wieder ein Stück näher, ein Phänomen der Zwischenwohnstadt.

Wir übernehmen Setzung und Maßstab der Bestandsbauten in die Struktur der Ortserweiterung und überlagern das Bebauungs- und Wegesystem System mit einer längsgerichteten Erschließung, von der Ortsstraße bis zum Sportgelände im Norden. Bis zur Mitte des Grundstückes verläuft die Erschließung öffentlich und oberirdisch, um für den nördlichen Teil in eine halbgeschossig versenkte Parkebene abzutauchen. So ermöglichen wir weitläufige oberirdische Gemeinschaftsflächen und Plätze zwischen den Häusern. Den östlichen Rücken des Konzeptes bilden Linien unterschiedlicher Typologien, Geschosswohnungsbau und Kettenhäuser, den Ortsrand bilden wir mit Punkten aus, im Süden als „Haushaufen“ und nördlich als Punktbauten. Das Konzept ist eine Weiterentwicklung unserer Planungen für z.B.  Boxdorf oder im städtebaulichen Teil des Wettbewerbes für die Staatliche Realschule Kemnath: Unsere Antwort auf die Frage nach der ortstypischen Identität des Wohnens und die Bildung von Gemeinschaften mit unterschiedlichen Bedürfnissen.

Weiterbeauftragt wurden wir nicht, im konkurrierenden Verfahren einer Mehrfachbeauftragung hat sich ein anderer Kollege durchgesetzt – wie so oft. Es hat uns dennoch Freude gemacht und das Projekt … mögen wir auch sehr.

> Radrunde Konzept

Wettbewerb Seligenporten

Das ist mal richtig schiefgegangen, ein folgerichtiger Abschluss des Jahres 2019, das uns in Sachen Wettbewerb viel Arbeit gemacht und tatsächlich viele bittere Pillen gebracht hat: wieder ein erster Rundgang, diesmal wegen nicht vorhandenem historischen Bezug und Absage an den Maßstab der Umgebung. Ein wenig sprachlos waren wir schon und haben uns die Modellbilder und Pläne noch einmal angesehen. Gut, wir haben aus Versehen den Schwarzplan im falschen Maßstab abgedruckt, war es das? Scherz…
Und, klar, das Dachtragwerk war inexistent, mal wieder hat die Zeit gefehlt.
Doch ein Gemeinschaftshaus an diesem Ort, an der Schnittstelle zwischen Ortsdurchfahrt, Festwiese und Klosterareal, das darf seinen eigenen Maßstab einrichten, so unsere Haltung. Wir haben dafür optiert, das Programm ebenerdig in Form eines Gemeinschaftsdaches umzusetzen. Vier Pfeiler tragen es, Pfeiler, die alles beinhalten, was der kreuzförmige Raum benötigt, um in unterschiedlicher Zusammenschaltung zu wirken. Das Dach erhebt sich, bildet ein Zeichen in Richtung kloster, Hauptstraße und Wiese, seine Drehung im System fängt die Blickbeziehungen zu den historischen Merkmalen des Ortes ein, gut, das muss man halt auch kenntlich machen… sein Maßstab ist der eines Platzes und so kann er nur anders sein, als alles, was an Wohnhäusern herumsteht.
Das Feuerwehrhaus haben wir schmunzelnd überformt, ein wenig steckengeblieben sind wir schon in seiner Bearbeitung, aber es wirkt kurios, gegenüber dem Gemeinschaftshaus, das wir entworfen haben.
Nungut, das Jahr ist geschafft, dann schließen wir es eben ohne Erfolg, ganz so, wie wir es begonnen haben und versuchen uns im neuen Jahr auf’s Neue an den Aufgaben, die uns interessieren.

> Zum Gesamtplan Seligenporten

Sterne

Alles ist vorbereitet, zwei Tage später hat die Firma Griess-Bau (Gräfenberg) dann sogar noch kurz vor Weihnachten die Bodenplatte betoniert:

Nun kann die Allsky-Kuppel von Baader Planetarium im Februar einfliegen, nächstes Jahr können unsere Bauherren vom Dach des Hauses, das wir vor über fünfzehn Jahren mit Ihnen gebaut haben, in die Sterne schauen.

Wir wünschen allen, die das lesen, eine ruhige, besinnliche Weihnachtszeit und im nächsten Jahr einen beherzten Griff nach den Sternen!

Wettbewerb Staatliche Realschule Kemnath

Ein offener Wettbewerb, wie man ihn selten findet: ein öffentlicher Bildungsbau verbunden mit einer städtebaulichen Ortserweiterung, in bewegtem gewachsenem Gelände. Wir haben teilgenommen, leider ohne Erfolg, aber – wie so oft – ist’s die Teilnahme an sich, die schon sehr viel gebracht hat. Diesmal haben uns wohl viele Aspekte am Vorrücken gehindert: Die Vermutung, der Brandschutz funktioniere nicht, die Maßstäblichkeit und Typologie des Städtebaus und überhaupt der Schulbau…, der Schulbau: außerhalb von Flieger und Kiste mit versetzten Augen ist’s zurzeit schon schwierig.

wie wir in der Erläuterung schrieben: Der Ort setzt den Maßstab, der Kern von Kemnath steht für die Identität des Schulbaus. Struktur und Raum des Ortes haben uns als Grundlage für das Konzept der Schule gedient und gleichzeitig auch die Blaupause für die Ortserweiterung geliefert.

Das Modell ist riesig, war unfassbar teuer, die Idee, Schule und Ort in einem solchen Riesending bauen zu lassen, ist schon seltsam gewesen. Wir haben es wieder, 30 Kilogramm schwer und suchen nach einem Platz im Schaufenster. Denn es ist schon sehr schön anzusehen.

Weiter geht’s.

> Realschule, Gesamtplan

Maxtorgraben Nürnberg, Realisierungswettbewerb

Eine Anerkennung war unsere Arbeit dem Preisgericht wert, unser Entwurf für Studierendenwohnungen auf dem Grundstück Maxtorgraben 50-52 in Nürnberg, zwischen der Universität und der Stadtmauer.

Unsere Erläuterung zur Arbeit:
„Das Aufklappen einer zweibündigen Anlage zur Anlehnung der Gebäudelinien an das Grundstück formt einen Hof, der das typische öffentliche Herzstück größerer Gebäude in der Nürnberger Altstadt bildet. Diesem Konzept folgend sind die einzelnen Bauteile des Ensembles klimatisch eigenständige Häuser. Deren Erschließung ist als den Hof umlaufende, überdachte Laubengänge konzipiert. Das Ensemble ist so durchlässig und bietet einen durchgehenden Gemeinschaftsraum auf allen Ebenen, der sowohl der Erschließung wie auch der Zusammenkunft der Bewohnerinnen und Bewohner dient.
Maßstab, Körnung und Dichte der Anlage orientieren sich sowohl an der Wohnbebauung in der unmittelbaren Umgebung wie auch an der Blickbeziehung von außerhalb der Altstadt auf die Stadtmauer in Verbindung mit den aufgehenden Dachflächen der traufständigen Bebauungen.
Der Bestand fügt sich nicht in dieses System ein, bietet aber auch in seiner architektonischen Grundhaltung aus unserer Sicht keinen besonderen Wert, der die Giebelständigkeit und Position des bestehenden Hauses auf dem Grundstück rechtfertigen könnte. Daher haben wir entschieden, den Altbau nicht in dieses Konzept mit einzubeziehen.
Strukturell setzen wir auf eine Vielfalt der Wohnungstypen, konstruktiv auf Dauerhaftigkeit des Gebäudes mit wenigen Materialien und materialbezogener Monochromie, bis auf das Ziegeldach.
Wir sehen darin einen neuen Baustein im einstmals jahrhundertelang unbebauten Feld, einen Wohnort für Studierende, einen Aufenthaltsort für ihre Besucherinnen und Besucher.“

Ja, und so sehen wir das auch nach dem Verfahren.

> Maxtor Gesamtplan

Wettbewerb „Wohnen und Gewerbe in Nürnberg, Boxdorf-Nordost“…

… ist entschieden.

Das Preisgericht unter Vorsitz von Frau Prof. Hannelore Deubzer hat unseren Beitrag zum Städtebaulichen Ideenwettbewerb am 14. Juli 2016 mit einem dritten Preis ausgezeichnet.

Wir gratulieren den beiden anderen Preisträgerinnen und Preisträgern und hoffen, dass der Beitrag des ersten Preises Eingang in die weiteren Planungen des Gebietes finden wird.

Die Ausstellung der Wettbewerbsarbeiten ist an der Boxdorfer Hauptstraße 65 in 90427 Nürnberg-Boxdorf vom 15. – 21. Juli 2016 täglich von 13-17 h zu besichtigen. Das Protokoll der Preisgerichtssitzung kann man hier einsehen:

WBW Boxdorf Protokoll Preisgerichtssitzung

 

Und hier ist unsere Arbeit:

2016_Boxdorf_johannsraum_Plan1

2016_Boxdorf_johannsraum_Plan2

2016_Boxdorf_johannsraum_Plan3

2016_Boxdorf_johannsraum_Modell12016_Boxdorf_johannsraum_Modell22016_Boxdorf_johannsraum_Modell3

 

 

Wettbewerb „Neue Mitte Thon“ in Nürnberg…

… entschieden:

Das Preisgericht unter Vorsitz von Prof. Sophie Wolfrum hat unseren Beitrag zum offenen städtebaulichen Ideenwettbewerb am 24. Juni 2016 mit einer Anerkennung ausgezeichnet.

Wir gratulieren den Preisträgerinnen und Preisträgern wie auch den beiden anderen mit Anerkennungen bedachten Büros und hoffen, dass die Beiträge aus der Preisgruppe Eingang in die weiteren Planungen des Gebietes finden werden.

Die Ausstellung der Wettbewerbsarbeiten ist an der Fakultät Architektur der TH Nürnberg in der Bahnhofstraße 90 vom 27. Juni bis 2. Juli 2016 Mo/Fr von 7-22h und Sa von 7-19h zu besichtigen. Das Protokoll zum Preisgericht kann man hier einsehen:

WBW Thon Protokoll Preisgerichtssitzung

Zur Veröffentlichung des Ergebnisses auf competitionline.de geht es hier:

WBW Thon auf competitionline

Und hier ist unsere Arbeit:

 

2016_Thon_johannsraum_Modell22016_Thon_johannsraum_Modell32016_Thon_johannsraum_Modell1Wettbewerb Neue Mitte Thon, Plan 1

Wettbewerb Neue Mitte Thon, Plan2

U-Bahnhof Gebersdorf: Vorstellung im Baukunstbeirat

Anregend war sie, die Diskussion über unseren Vorentwurf zum U-Bahnhof Gebersdorf im Baukunstbeirat der Stadt Nürnberg. In Verbindung mit den ersten Ergebnissen unserer parallel zu erarbeitenden typologischen Studie zum Sandäcker-Areal haben wir unseren Ansatz erläutert, einen identitätsstiftenden Ort an dieser Endhaltestelle der U3 zu schaffen.

Der Bahnhof liegt an der Stelle, an der sich der Haltepunkt Süd der 1986 stillgelegten Bibertalbahn befand. Hier treffen der Landkreis Fürth, die Stadt Fürth und die Stadt Nürnberg aufeinander, wenige hundert Meter weiter, südlich der Hügelstraße, stand 1632 Gustav Adolf der Schwedenkönig auf dem sogenannten „Schwedenhügel“, um das Schlachtgeschehen zu betrachten.

1972 ging der Europakanal in Betrieb, in der Folge der Wiedervereinigung und den politischen Veränderungen unterlag der Ort auch in den vergangenen zwanzig Jahren erheblichen Veränderungen: so zogen sich US-Army und Bundeswehr zurück, es blieben die Johnson-Barracks (heute Gewerbepark Süd der Stadt Fürth), sowie das wunderbare Naturschutzgebiet „Hainberg“, das man von der U-Bahnhaltestelle Gebersdorf in wenigen Jahren mit einigen Minuten Fussmarsch bequem erreichen kann: lohnenswert schon jetzt für ausgedehnte Spaziergänge (Wegegebot im Naturschutzgebiet!). Dort liegt auch der Rednitzgrund, er zieht seine Spur unter der alten Eisenbahnbrücke der Bibertalbahn und der Trogbrücke des Europakanals durch. Nur wenige Kilometer oberhalb, im Norden, am Fürther Hauptfriedhof treffen dann Rednitz und Pegnitz aufeinander, um zur Regnitz zu werden und den Weg nach Bamberg fortzusetzen. Der Ort des U-Bahnhofes markiert eine bedeutende Nahtstelle an den umliegenden städtischen Rändern, die noch viele weitere, hoffentlich nur positive Entwicklungen erleben wird.

Wir haben eine schlanke, feine Skulptur für den Hauptabgang der U-Bahn abgestellt, mit Perforationen versehen, die Aus- und Einblicke erlauben, sowie zahlreiche kleine Lichtpunkte setzen. Am Bahnsteig wiederholen wir das Motiv, Reflektionen des Kunstlichtes, ausgelöst durch hochglänzende Fliesenteile im sonst mattweißen Wandbelag imitieren die Stimmung im Abgang. Dies wurde durch das Gremium positiv bewertet, so, wie auch der U-Bahnhof Kleinreuth, den Kollege Andreas Grabow von Grabow und Hofmann Architekten BDA in der gleichen Sitzung vorstellte. Den zweiten Treppenabgang und den Aufzugskörper werden wir nun als Satelliten der Skulptur weiterbearbeiten, die Sprache dabei halten, um einen schönen Ort für all diejenigen zu schaffen, die dort in einigen Jahren ein- und aussteigen.

Wohnen in der Ortsmitte

Nachverdichtung einer Ortsmitte Städtebaulicher Entwurf November 2014 Auftraggeber: Maiberg Wohnbau GmbH, Würzburg

Offiziere Mannheim’s

Das war ein Satz mit ‚x‘:
Wir haben gemeinsam mit unseren Bauherren im kombinierten Investoren- und Architektenwettbewerb nach einer Lösung zum Erhalt der in unseren Augen wunderbaren Struktur der Offizierssiedlung der Benjamin-Franklin-Barracks in Mannheim gesucht. Man schaue nur einmal nach Fürth-Dambach, die Fürther Stadtplanung hat damals, Mitte der neunziger Jahre konsequent den Weg des Erhaltens beschritten. Noch heute überzeugt diese Haltung, wenn man durch die Siedlung wandert.
In Mannheim ist bei der gestrigen Preisgerichtssitzung herausgekommen, dass grundsätzlich das Konzept der hohen Nachverdichtung der Bebauung in der Siedlung gewonnen hat.
(Da muss man sich nicht wundern, wenn Familien nur noch wenige hundert Quadratmeter als Haus-‚Grundstück‘ akzeptieren müssen.)
Wir hingegen müssen hinnehmen, im Wettbewerb nicht überzeugt zu haben. Ergebnis betrachten, nachdenken, schütteln und weiter geht es: das nächste Mal muss es besser laufen. Jedoch: Ressourcenschonung durch Verwertung, so mein aufgrund dieser und vieler anderer Begebenheiten immer stärker werdender Verdacht, ist vielerortens nicht gewünscht. Das ist grundsätzlich überdenkenswert!

Bald mehr…, hier ein paar Modellbilder.

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Wettbewerb August-Meier-Heim in Nürnberg entschieden…

… und dabei gab es eine Anerkennung für johannsraum.

Am 17. Juli 2014 hat das Preisgericht entschieden, hier gibt es das Protokoll zum Herunterladen:

> Protokoll_Preisgericht_AMH_140721

Und hier unsere Arbeit zum Betrachten:

Herzlichen Glückwunsch allen weiteren Preisträgerinnen und Preisträgern und den Erstplatzierten, h4a Gessert + Randecker aus Stuttgart, viel Erfolg bei der Umsetzung!

Die Ausstellung der Wettbewerbsarbeiten findet vom Samstag, den 19.07. bis Sonntag, den 27.07.2014 im Festsaal des August-Meier-Heimes in Nürnberg, Regensburger Straße 300 statt. Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 9.00 bis 18.00 Uhr und Samstag bis Sonntag von 10.00 bis 16.00 Uhr.

Betreut hat das Verfahren übrigens: stm° Architekten aus Nürnberg.