Wettbewerb Staatliche Realschule Kemnath

Ein offener Wettbewerb, wie man ihn selten findet: ein öffentlicher Bildungsbau verbunden mit einer städtebaulichen Ortserweiterung, in bewegtem gewachsenem Gelände. Wir haben teilgenommen, leider ohne Erfolg, aber – wie so oft – ist’s die Teilnahme an sich, die schon sehr viel gebracht hat. Diesmal haben uns wohl viele Aspekte am Vorrücken gehindert: Die Vermutung, der Brandschutz funktioniere nicht, die Maßstäblichkeit und Typologie des Städtebaus und überhaupt der Schulbau…, der Schulbau: außerhalb von Flieger und Kiste mit versetzten Augen ist’s zurzeit schon schwierig.

wie wir in der Erläuterung schrieben: Der Ort setzt den Maßstab, der Kern von Kemnath steht für die Identität des Schulbaus. Struktur und Raum des Ortes haben uns als Grundlage für das Konzept der Schule gedient und gleichzeitig auch die Blaupause für die Ortserweiterung geliefert.

Das Modell ist riesig, war unfassbar teuer, die Idee, Schule und Ort in einem solchen Riesending bauen zu lassen, ist schon seltsam gewesen. Wir haben es wieder, 30 Kilogramm schwer und suchen nach einem Platz im Schaufenster. Denn es ist schon sehr schön anzusehen.

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St. Leonhard

Integrierte Ganztagsgrundschule mit Hort St. Leonhard in Nürnberg

Typologische Schulbaustudie, 2011

Wettbewerbsbetreuung, 2012

Als Schlussbaustein der Quartiersentwicklung vom Schlachthof zum Wohnviertel mit Kultur- und Bildungseinrichtungen kommt der Integrierten Ganztagsgrundschule mit Hort St. Leonhard eine besondere Bedeutung im Kontext des Stadtteils zu. Nach der typologischen Transferstudie folgte die Betreuung eines begrenzt offenen Realisierungswettbewerbs mit 36 Teilnehmergemeinschaften aus ArchitektInnen, LandschaftsarchitektInnen und beratenden IngenieurInnen. Das Ergebnis wird nun von der wbg KOMMUNAL GmbH im Rahmen einer ÖÖP im Auftrag der Stadt Nürnberg realisiert. ÖÖP, Integrierte Ganztagsgrundschule, interdisziplinärer Wettbewerb – eine Ansammlung nicht alltäglicher Aspekte in neuartiger Kombination führt zu einem Pilotprojekt, das in den kommenden Jahren von den ersten Preisträgern des Wettbewerbs, Hausmann Architekten (Aachen) umgesetzt wird.

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Kindergarten und Musikprobenlokal Schluderns (I)

Kindergarten und Musikprobenlokal in Schluderns (I)

Wettbewerb 2010, mit Emminger + Nagies Landschaftsarchitekten

Auszug aus der Erläuterung: „Kinder sind das Scharnier unserer Gesellschaft, ihr Gelenk. Also liegt der Ort der Kinder als Scharnier zwischen den Alten, den Aktiven, den Musikern, den Gewesenen, den etwas Älteren.        …

Das Bauwerk nimmt sich in seiner Materialität stark zurück, integriert die bestehenden Umfassungswände von Obstwiese, Altenpark und Friedhof aus Beton und Mauerwerk und setzt auf diese auf mit einer Haut aus vertikalen Kanthölzern, die je nach dahinterliegender Nutzung gedreht die Aus- und Einblicke öffnen oder schließen. Die Musikprobe hingegen reagiert mit völliger Transparenz auf die Außenwelt, lädt ein, zuzuhören, zuzusehen und mitzumachen. So wird der öffentliche Raum zum Spielfeld aller Generationen, das Herzstück Schluderns.“

 

 

Randbereich

Staatliche und städtische Realschule Memmingen

Begrenzt offener Realisierungswettbewerb 2007, mit Dr. Arlart/ Memmingen

Auszug aus dem Erläuterungsbericht: … Die städtebauliche Komposition im Schnittfeld von Gewerbe, Wohnen und Bahnlinie nimmt Rücksicht auf die aus der Beschaffenheit der Umgebung resultierenden Beeinträchtigungen des Baufeldes. Die Gesamtanlage, mit Realisierung der Städtischen Realschule, funktioniert dabei als Campus genauso, wie die alleinige Erstellung der Staatlichen Realschule. Die Baukörper gruppieren sich um das Herzstück der Anlage, das Sportfeld. Ihre bauliche Ausformung ist gleicher Art im äußeren Erscheinungsbild, dennoch differieren einige wesentliche Punkte zum Zweck der eindeutigen Identifizierung der Schüler mit „ihrer“ Schule. Die Erschließung der Staatlichen RS über einen städtischen Vorplatz unterscheidet sich deutlich vom Allee-Zugang der städtischen Realschule. Die Introvertiertheit der Städtischen RS, deren Klassenräume lärmschutzbedingt auf den eigenen inneren Freiraum ausgerichtet sind, schafft ein anderes Raumerlebnis als die Extrovertiertheit der Staatlichen RS. Im Zusammenspiel der Baukörper entsteht so der Campus mit seiner auf die jeweilige Umgebungssituation reagierenden Ausprägung.

Goldstück

Erweiterung Stadtmuseum Schwabach

Begrenzt offener Realisierungswettbewerb nach GRW 2006, 2. Preis

 

Das Museum – ein Offiziersgebäude der aufgelassenen Kaserne, mächtig und hellgrün. Der Inhalt – spannend und schön gestaltete Ausstellungen zu Objekten von Handwerk über Kunst bis hin zur Stadtgeschichte. Die Erweiterung – ein Goldkästchen in Reminiszenz an die handwerkliche Tradition der Stadt Schwabach. Das Ergebnis – ein zweiter Preis, mit Freude aufgenommen.

 

 

Leeres Feld

Wettbewerb Topographie des Terrors in Berlin

2-phasiger, offener Realisierungswettbewerb 2005, Nachrücker 2. Phase

 

Auszug aus dem Erläuterungsbericht:

Berlin braucht Leere. Platz für neue Gedanken, Träume und auch die Entdeckung des Gewesenen. … Das äußere Erscheinungsbild antwortet konsequent auf die Maßstäblichkeit der Umgebung. Ruhe und Gelassenheit soll dem Betrachter vermittelt werden, nicht Monumentalität, Glanz und Kraftmeierei. Dies ist kein Mahnmal, es ist ein gebautes Stück der Stadt und der Geschichte, das mit beharrlicher Bescheidenheit zum Denken und Nachforschen anregt und sich den neuen, liegengebliebenen Aufgaben von Vergangenheit und Gegenwart stellt. Berlin ist schön, doch man vermisst zuweilen die notwendige Erdung des Geschehens. Hier bietet sich die Gelegenheit dazu. In aller Ernsthaftigkeit.

 

Treppe runter

Staatliche Berufsschule I in Fürth

Neubau eines Treppenturmes 2004-2005

Ein spannendes Gebäude, diese Berufsschule, Baujahr 1954 – es fehlte der sichere Rettungsweg im Brandfall. Unsere Lösung liegt in einem Turm, eingefügt auf engstem Raum zwischen Bestand und Rektorat. Der Turm vermittelt nun in der Fuge zwischen Alt und älter, stellt den Saal frei, kooperiert mit dem Entwurf aus anderer Zeit. Die Materialität – ein ‚Flechtwerk‘ aus Beton – nimmt dem Turm die Masse, macht die Höhe erlebbar, ohne dass der Turm erdrückend wirkt. Das Lichtspiel ändert das Erscheinungsbild laufend, alles ist reduziert auf das Notwendige, denn schließlich soll man nur flüchten können, im Notfall. Doch muss das Erscheinungsbild nicht darunter leiden: der neue Teil erhebt den Anspruch der Einfügung, dezent, angepasst und doch – anders.

Türme(n)

Grundschule Soldnerstraße in Fürth

Anbau, Umbau, Sanierung 2004 – 2008; Erweiterung ab 2010 (nicht realisiert)

In einem bestehenden Grundschulgebäude sollten vor der Generalsanierung die Rettungswege baulich sichergestellt werden. Wir haben den Bestand mit zwei neuen Treppentürmen aus Stahl ergänzt, die durch ihre Farbigkeit das Schulgebäude einfassen und ihm eine neue Wertigkeit verleihen. Das ermöglicht den Schülern eine Identifikation mit dem ansonsten gesichts-, aber nicht spannungslosen Fertigteilgebäude. Die Türme berühren das Gebäude nur mit den Podesten, die farbigen Schleifen der Turmbekleidung halten Abstand und wirken so nach Außen wie Innen. In der Schule hatte es vor der Maßnahme gebrannt.

Bald soll es weitergehen, wir hausen das Gebäude ein. Eine energetische Sanierung der anderen Art, ohne Dämmstoffe, dafür mit Mehrwert Bewuchs und Bepflanzung. Ein Experiment, sorgfältig vorbereitet für eine Realisierung in den kommenden Jahren.

Nebeneinander Miteinander

Erweiterung Haupt- & Werkrealschule in Laupheim

Wettbewerb 2002, Ankauf

mit DI Architekt Bernd Tränkner, Augsburg

Alt und Neu zusammenfügen, Funktionen verbessern, Abläufe strukturieren und … dem Ensemble eine angemessene Gestalt verleihen, das ist das Ziel dieser Arbeit. Innen- und Außenbezüge müssen stimmig in Gestalt und Form erscheinen, um den Nutzern – Lehrern wie Schülern – für das Lernen und Lehren eine ruhige, angenehme Kulisse bieten zu können. Und dies in ruhiger, zeitloser Geisteshaltung.