An der Radrunde, Städtebaulicher Vorentwurf

In der Studie zum Areal „An der Radrunde“ in Worzeldorf bei Nürnberg haben wir die Nachverdichtung des Ortsrandes untersucht. Der Feldstreifen soll mit Wohnungen gefüllt werden, der Ortsteil Worzeldorfs rückt so dem westlich benachbarten Ortsteilrand wohl wieder ein Stück näher, ein Phänomen der Zwischenwohnstadt.

Wir übernehmen Setzung und Maßstab der Bestandsbauten in die Struktur der Ortserweiterung und überlagern das Bebauungs- und Wegesystem System mit einer längsgerichteten Erschließung, von der Ortsstraße bis zum Sportgelände im Norden. Bis zur Mitte des Grundstückes verläuft die Erschließung öffentlich und oberirdisch, um für den nördlichen Teil in eine halbgeschossig versenkte Parkebene abzutauchen. So ermöglichen wir weitläufige oberirdische Gemeinschaftsflächen und Plätze zwischen den Häusern. Den östlichen Rücken des Konzeptes bilden Linien unterschiedlicher Typologien, Geschosswohnungsbau und Kettenhäuser, den Ortsrand bilden wir mit Punkten aus, im Süden als „Haushaufen“ und nördlich als Punktbauten. Das Konzept ist eine Weiterentwicklung unserer Planungen für z.B.  Boxdorf oder im städtebaulichen Teil des Wettbewerbes für die Staatliche Realschule Kemnath: Unsere Antwort auf die Frage nach der ortstypischen Identität des Wohnens und die Bildung von Gemeinschaften mit unterschiedlichen Bedürfnissen.

Weiterbeauftragt wurden wir nicht, im konkurrierenden Verfahren einer Mehrfachbeauftragung hat sich ein anderer Kollege durchgesetzt – wie so oft. Es hat uns dennoch Freude gemacht und das Projekt … mögen wir auch sehr.

> Radrunde Konzept

Wettbewerb Staatliche Realschule Kemnath

Ein offener Wettbewerb, wie man ihn selten findet: ein öffentlicher Bildungsbau verbunden mit einer städtebaulichen Ortserweiterung, in bewegtem gewachsenem Gelände. Wir haben teilgenommen, leider ohne Erfolg, aber – wie so oft – ist’s die Teilnahme an sich, die schon sehr viel gebracht hat. Diesmal haben uns wohl viele Aspekte am Vorrücken gehindert: Die Vermutung, der Brandschutz funktioniere nicht, die Maßstäblichkeit und Typologie des Städtebaus und überhaupt der Schulbau…, der Schulbau: außerhalb von Flieger und Kiste mit versetzten Augen ist’s zurzeit schon schwierig.

wie wir in der Erläuterung schrieben: Der Ort setzt den Maßstab, der Kern von Kemnath steht für die Identität des Schulbaus. Struktur und Raum des Ortes haben uns als Grundlage für das Konzept der Schule gedient und gleichzeitig auch die Blaupause für die Ortserweiterung geliefert.

Das Modell ist riesig, war unfassbar teuer, die Idee, Schule und Ort in einem solchen Riesending bauen zu lassen, ist schon seltsam gewesen. Wir haben es wieder, 30 Kilogramm schwer und suchen nach einem Platz im Schaufenster. Denn es ist schon sehr schön anzusehen.

Weiter geht’s.

> Realschule, Gesamtplan

Wohnen in der Ortsmitte

Nachverdichtung einer Ortsmitte Städtebaulicher Entwurf November 2014 Auftraggeber: Maiberg Wohnbau GmbH, Würzburg